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Drei Jahre Training für einen Moment – Leistungsabzeichen in Gold bestanden
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach (MB)   -   Sonntag, den 18. September 2016



Anfang April 2014 fanden sich 18 Kameraden im Lehrsaal der Feuerwache in Hemsbach zusammen. Der Grund ist das Feuerwehrleistungsabzeichen Baden-Württemberg, welches es in drei Stufen zu erwerben gilt. Bronze, Silber und Gold können dabei nicht unabhängig voneinander erreicht und frühestens im Jahreszyklus die jeweils nächsthöhere Stufe erworben werden. Alle drei Stufen des Leistungsabzeichens erfordern viel Durchhaltevermögen, häufige Übungen und eine ständige Disziplin aller Teilnehmer. Aufgrund beruflicher Umstände und der zeitlich aufwändigen Vorbereitungen waren noch 9 Teilnehmer bei der Stufe Gold dabei.

Am Samstag den 17.09.2016 war es dann soweit. Für die verbliebenen Kameraden der Hemsbacher Leistungsgruppe stand die praktische Abnahme des Leistungsabzeichens in der Stufe Gold an. Für diesen Moment hat die Gruppe um den Gruppenführer Carsten Schuster drei Jahre trainiert.
Bereits am Mittwoch zuvor musste die theoretische Prüfung abgelegt werden. Die Teilnehmer mussten dabei ein umfassendes Wissen in Feuerwehrtechnik nachweisen um bei der praktischen Prüfung antreten zu dürfen.

Die praktische Prüfung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil – die Übung “Brand” – ist das Szenario ein Brand in einer Garage. Die Gruppe muss dabei eine Menschenrettung über tragbare Leitern sowie die Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz durchführen. Im Laufe des Einsatzes stellt sich heraus, dass in der Garage ausgelaufener Kraftstoff brennt, daraufhin muss eine Brandbekämpfung mit Schaummittel ausgeführt werden. Die Brandübung muss dabei in weniger als 8 Minuten mit weniger als 30 Fehlerpunkten und die initiale Brandbekämpfung unter Atemschutz in weniger als 3 Minuten abgeschlossen werden.

Das Szenario im Übungsteil Technische Hilfeleistung ist ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person. Es ist 2:00 Uhr in der Nacht. Die Aufgaben der Mannschaft bestehen aus der Absicherung und dem Ausleuchten der Einsatzstelle sowie der Rettung des eingeklemmten Fahrers und der Sicherstellung des Brandschutzes. Die Erstversorgung des verletzten Fahrers wird auch durch die Feuerwehr durchgeführt. Auch dieser Übungsteil muss in weniger als 8 Minuten und mit maximal 30 Fehlerpunkten abgeschlossen sein. 

Die beiden praktischen Übungen wurden von der Gruppe aus Hemsbach jeweils in weniger als 7 Minuten durchgeführt. Mit nur 5 Fehlerpunkten lieferte man auch von diesem Gesichtspunkt eine hervorragende Leistung ab. Dementsprechend war die Freude natürlich groß.

Der Leistungsgruppe bleibt noch der Dank an alle Teilnehmer, die uns auf dem Weg zu Gold begleitet haben sowie allen Unterstützern innerhalb und außerhalb der Feuerwehr.

Brand eines Maishäckslers - gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Hüttenfeld
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach (MB)   -   Dienstag, den 13. September 2016



Eine gute Zusammenarbeit der Wehren aus Lampertheim-Hüttenfeld und Hemsbach war bei der gemeinsamen Übung am 09.09.2016 gefragt.
Bei der Übung wurde angenommen, dass auf einem an der L3110 angrenzenden Feld zwischen Hemsbach und Hüttenfeld ein Maishäcksler in Brand geraten sei. Aufgrund von Winden sei ein größerer Flächenbrand an einer bewachsenen Grünfläche direkt an dem Feld entstanden. Beim Eintreffen der Hemsbacher Wehr stand dieses bereits in Flammen, sodass umgehend die Unterstützung durch die Hüttenfelder Brandschützer angefordert wurde.

Die erforderlichen Erstmaßnahmen beschränkten sich auf die Brandbekämpfung des Maishäckslers, sowie auf die Eindämmung der Brandausbreitung. Diese Maßnahmen wurden mithilfe des mitgeführten Löschwassers der Hemsbacher Wehr durchgeführt. Gleichzeitig begann man damit die Wasserversorgung aufzubauen. Durch die Entnahme von Löschwasser aus der Weschnitz gelang dies der Hemsbacher Wehr im ersten Schritt nur eingeschränkt - es konnte einfach nicht genügend Wasser für eine ausreichende Brandbekämpfung an die fiktive Brandstelle gebracht werden.

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Schwierige Lage gut gemeistert
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach (MB)   -   Montag, den 11. Juli 2016



Dass die Feuerwehr Hemsbach schwierige Lagen gut meistern kann hat sie schon in diversen Einsätzen und Übungen bewiesen. Auch bei der diesjährigen Jahreshauptübung war dies wieder der Fall.

Die Feuerwehr Hemsbach hatte dieses Mal bereits um 17:15 Uhr zur Jahreshauptübung eingeladen, weil zuvor noch ein neuer Mannschaftstransportwagen und eine Spende des Badischen Gemeindeversicherungsverbandes an die Wehr übergeben werden sollte. Bereits bei der Weihe des neuen MTW, so die Kurzbezeichnung des Fahrzeuges, ertönte der Hausalarm. Viele der Floriansjünger liefen sogleich zu ihren Spinden um den Einsatz abzuarbeiten. Nach kurzer Rücksprache mit der Leitstelle stellte sich heraus, dass ein Sonnenschirm drohte von einem Dach zu fallen. Somit musste nur ein kleiner Teil der Mannschaft zum Einsatz mit der Drehleiter ausrücken und die Veranstaltung konnte fortgesetzt werden.
Der neue MTW ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahre 1995. Aufgrund von Schäden, die den Zeitwert des alten MTW überschreiten, wurde im Jahr 2015 eine Ersatzbeschaffung angestoßen. Für die unbürokratische Abwicklung der Ersatzbeschaffung dankte Kommandant Joachim Steilen der Stadt Hemsbach. Bürgermeister Jürgen Kirchner war auch froh über die Ersatzbeschaffung und bestätigte der Wehr, dass das Neufahrzeug gut zum Ausbildungsstand der Wehr passe, denn dieser sei auch immer auf dem neuesten Stand.

Vom BGV erhielt man einen Scheck in Höhe von 10.000 € für die Anschaffung einer Wärmebildkamera. Diese kann beispielsweise bei Brandeinsätzen das Auffinden von vermissten Personen erheblich beschleunigen. Der Wunsch wurde bereits im Jahr 2011 vom vorherigen Bürgermeister Pauli an den BGV herangetragen. Die vier Vertreter des BGV waren auch sichtlich erfreut darüber die Spende nun endlich tätigen zu können, denn die Mittel sind begrenzt und es gibt z.T. lange Wartelisten.

Pünktlich zur Jahreshauptübung war dann auch die Drehleiter wieder vom Einsatz zurückgekehrt. So konnte man wie geplant mit der Hauptübung fortfahren.
Die Sirenen heulten, das Martinshorn ging an, DRK und Feuerwehr rückten unter großem Getöse zum Übungsobjekt in die Grabenstraße aus. Auch hier präsentierte sich der Feuerwehr Hemsbach wieder eine schwierige Lage. In einem Gebäude welches 26 Eigentumswohnungen, eine Zahnarztpraxis und mehrere Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von rund 500 m² beinhaltet, war im zweiten Stock ein Wohnungsbrand aufgrund einer Fettexplosion ausgebrochen, so die Lage. Besonders problematisch dabei: die Entfaltungsflächen der Retter sind begrenzt. Eine Anfahrt zum Übungsobjekt ist nur von zwei Seiten möglich, der direkte Zugang ist sogar nur durch eine einzige Tür möglich. Somit wurden schnell mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Mithilfe von Tragbaren Leitern wurde ein zweiter Zugangsweg von der Bachgasse her geschaffen, über die Drehleiter konnten zusätzlich Personen über einen Balkon gerettet werden. Die acht vermissten Personen wurden zügig gefunden und gerettet. Auch die Brandbekämpfung wurde schnell eingeleitet. Das schwierige Übungsobjekt war gemeistert.
„Das sind wir ja alle mittlerweile gewohnt“ – lobte Bürgermeister Kirchner die professionelle und zügige Abarbeitung des „Einsatzes“ bei der Nachbesprechung. Auch der Stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Denz fand bei der Nachbesprechung nur lobende Worte. Einzig bei der etwas betagten Ausstattung müsse etwas passieren, merkte Denz mit Blick auf den Feuerwehrbedarfsplan an. Aber auch hier sei man auf einem guten Weg und man könne sich der Unterstützung der Gemeinde gewiss sein, so Kirchner.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch noch einige Beförderungen und Ernennungen nachgeholt. Steffen Houschka wurde zum Oberlöschmeister befördert. Petra Weber und Veronika Zoll wurden zur Feuerwehrfrau ernannt. Außerdem wurden Petra Weber zur Jugendleiterin und Volker Polzin zum Jugendleiter ernannt.

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